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Bremen sehenswertWeserfahrt Bremen - Bremerhaven

 

Das Farhrgastschiff MS Oceana am Martinianleger vor der Kulisse des Teerhofs - Bremen sehenswert

Das Fahrgastschiff MS Oceana am Martinianleger vor der Kulisse des Teerhofs

Natürlich kann man für einen Besuch Bremerhavens von Bremen aus das Auto nehmen oder man steigt am Hauptbahnhof in den Regionalzug, mit einem vorab gebuchten Niedersachsenticket ist die Nutzung von Bus und Tram in beiden Städten dann sogar inklusive, durchaus praktisch. Aber bei entsprechendem Wetter und der nötigen Zeit ist es interessanter, die Strecke auf der Weser zurückzulegen. Hal över bedient die Verbindung von Mai bis September. Das Schiff startet ab dem innenstadtnahen Martinianleger an der Schlachte. Wer möchte, kann sogar das Fahrrad mitnehmen, zudem lässt sich ein Bordfrühstück vorbuchen. Da das Schiff unterwegs mehrmals einen Zwischenstopp einlegt, kann man auch an einer der Anlegestellen zusteigen etwa im am Pier 2/Waterfront bei Gröpelingen, dem ersten Halt.

Nachdem es am Martinianleger „Leinen los“ heißt und das weiße Fahrgastschiff sich nach einem Wendemanöver flussabwärts in Bewegung setzt, schippert man zunächst entlang der Schlachte, an der zahlreiche Schiffe vertäut liegen und dem maritimen Ambiente das Tüpfelchen auf das i setzen. Beim Stephaniviertel unterquert das Schiff mit der Stephanibrücke sowie der benachbarten Eisenbahnbrücke die letzten Weserquerungen dieser Art vor der Nordsee. Wer weiter Richtung Bremerhaven von einem Ufer zum anderen möchte, muss eine der Fähren oder den 2004 fertiggestellten privatwirtschaftlichen, ebenfalls kostenpflichtigen Wesertunnel nehmen.

Schlachte - Bremen sehenswert

1880 gebaut, seit 1918 in Bremen und seit 1925 mit dem Namen "Friedrich". Heute betrieben von dem Verein "Bremische Gesellschaft zur Erhaltung der Großen Hafenrundfahrt MS Friedrich e.V."

Hinter den Brücken beginnt an der rechten Uferseite die Überseestadt. Einst war das Viertel ein geschäftiges Hafenquartier in dem Waren aus aller Welt angeliefert und umgeschlagen oder verschifft wurden. Mit der Verlagerung des Seehandels nach Bremerhaven verloren der Europa- und der Überseehafen ihre Bedeutung, 1998 wurde letzterer schließlich zugeschüttet. Einzig im Getreide- sowie im angrenzenden Holz- und Fabrikenhafen herrscht bis heute Schiffsverkehr und werden Güter angelandet. Geblieben sind viele alte Speicher, die restauriert und in die neue Bebauung des Areals eingebunden wurden. Neben viel Büroflächen sind in der Überseestadt auch zahlreiche Wohnungen neu entstanden, sodass sich ein interessanter Mix entwickelt hat. Sehenswert ist vor allem der Bereich um den Europahafen mit dem Schuppen Eins.

Gegenüber der Überseestadt am linken Weserufer erstreckt sich zunächst der Bereich des Hohentorshafens. Gehandelt wird hier vor allem mit Metallhalbzeugen und Holz. Dort, wo die Lagerhallen enden, beginnt ein Grünstreifen, der sich teilweise als Park am Wasser entlang bis zum Lankenauer Höft erstreckt. Die Strecke eignet sich übrigens gut für einen Fahrradausflug, wie Sie hier lesen können.

Überseestadt - Blick in den Getreidehafen - Bremen sehenswert

Blick auf die Löschanlagen im Getreidehafen beim PIER 2 und der Waterfront im Ortsteil Häfen

Nachdem das Fahrgastschiff vor der Kulisse der denkmalgeschützten Getreideverkehrsanlage am PIER 2 seinen ersten Stopp eingelegt hat, geht die Fahrt an den ebenfalls noch bewirtschafteten Industriehäfen vorbei weiter. Kurz vor den weitläufigen Hafenanlagen führt allerdings eine Abzweigung in den kleinen Kap-Horn-Hafen. An dessen Ende befindet sich der ehemalige U-Boot-Bunker „Hornisse“. Der Betonbau wurde während des Zweiten Weltkrieges maßgeblich durch Zwangsarbeiter zunächst als Baudock für die Werft „AG Weser“ errichtet, doch die U-Boot-Segmente wurden hier nie montiert oder gebaut, denn der Umbau zum U-Boot-Bunker wurde nie vollendet. Da sich Bauwerke dieser Art sinnentsprechend auch dem Einsatz massiver Gewalt weitestgehend widersetzen, verzichtete man auf ein solches kostenintensives Vorhaben und nutzte stattdessen die Bunkerdecke 1968/69 als solides Fundament für einen Bürogebäudeneubau. Der Bunker mit seinen zwei Kammern im U-Profil wurde am 22.10.2017 sogar zu einem der Schauplätze in der Bremer Folge der ARD-Reihe „Tatort“ mit dem Titel „Zurück ins Licht“. Und tatsächlich wurde das „Mordopfer“ aus dem Wasser in dem hässlichen Bauwerk wieder zutage gefördert. Und für die Tat verantwortlich war ... ach, schauen Sie doch selbst.

AUf der Weser von Bremen nach Bremerhaven - Bremen sehenswert

Eine Wasserstraße und eine Menge los auf der Weser

Nur wenige Flussmeter abseits der Häfen wird seit 1908 Eisenerz verarbeitet. Das Erz kam überwiegend aus Schweden, die Kohle aus dem Ruhrgebiet, als die Norddeutsche Hütte mit der Produktion begann. Im 2. Weltkrieg setzten Fliegerbomben der Stahlherstellung allerdings ein Ende, das Werk wurde zerstört. 1954 kaufte der Klöcknerkonzern das brachliegende Areal und plante den Bau eines neuen Werkes mit Lagerplätzen. Dafür mussten allerdings zwei Dörfer weichen. 1955 verschwand das Dorf Osterort aus der Realität und von der Landkarte, 1957 folgte Mittelsbüren. Eines der alten reetgedeckten Bauernhäuser wurde jedoch sauber abgetragen und auf dem Gut Riensberg des Focke-Museums wieder originalgetreu aufgebaut. Das Haus Mittelsbüren vermittelt dort heute in seinen Innenräumen bäuerliches Leben in vergangener Zeit.

Stahlwerk Bremen - Bremen sehenswert

Arbeitsplatz der Stahlwerker

Nachdem 1959 und ’61 die beiden ersten Hochöfen angeblasen worden waren, wurde 1973 in einem zweiten 1967 errichteten Werk ein dritter Hochofen in Betrieb genommen. Insgesamt war das Werk mit Kalt- und Warmwalzwerk sowie Warmbreitbandstraße gut für die Stahlproduktion aufgestellt, aber in den 80ern wurde das Geschäft schwierig und die Krise setzte eine weltweite Konzentrationbewegung in Gang. Die Eigentumsverhältnisse wechselten mehrmals. Seit der Fusion der Stahlkonzerne Arcelor und Mittal 2007, firmiert die Hütte unter ArcelorMittal Bremen GmbH. Bis Anfang 2011 konnte man vor allem bei Nacht das Stahlwerk schon aus weiter Entfernung sehen, wenn das Konvertergas aus der Rohstahlerzeugung auf der sogenannten Fackel verbrannte. Seither wird das bei dem eingesetzten Sauerstoffblasverfahren in der Produktion frei werdende Gas wieder in den Prozess zurückgeführt.

Von Mittelsbüren im Stadtteil Burglesum ist die Moorlose Kirche stehen geblieben, in deren Nähe das Fahrgastschiff ebenfalls anlegt. Der Backsteinbau im Stil der Neogotik wurde 1846/47 nach Plänen des Architekten Anton Theodor Eggers gebaut und steht seit 1973 unter Denkmalschutz. 1845 war ein baufälliger Vorgängerbau abgerissen worden. Die Geschichte einer Kirche an diesem Platz reicht allerdings vermutlich bis in das 13. Jh. zurück. Ebensowenig abschließend geklärt ist die Bedeutung des Namens. Steht die Herkunft im Zusammenhang mit dem durch Feuchtwiesen geprägten die Pfarrkirche umgebenden Werderlandes? Denn ein Entwässerungsgraben in der moorigen Flussniederung wird „Moorlöse“ genannt. Denkbar ist auch die Interpretation der Kirche als „mutterlos“, denn die Mutterkirche der Kirchengemeinde stand, getrennt durch die Weser, in Altenesch in der Gemeinde Lemwerder. Das Restaurant „An der Moorlosen Kirche“, die Kirche und der Schiffsanleger machen den Ort zu einem netten Ausflugsziel z. B. für Radler an Wochenenden und an sonnigen Tagen.

Wal-Fluge am Stadtgarten in Vegesack - Bremen sehenswert

Wal-Fluke am Fähranleger in Vegesack, dahinter erstreckt sich der Stadtgarten

Einst war Vegesack in Bremen-Nord eine eigenständige Stadt, von der nicht nur die zeitweise größte deutsche Heringsfangflotte auf Fischfang ging, sondern auch Walfänger Richtung Grönland in See stachen. Daran erinnert u.a. eine bronzene Wal-Fluke am Stadtgarten, wo das Fahrgastschiff anlegt. Vegesack ist mit besagtem Stadtgarten, dem Utkiek und dem Museumshafen, die Teil der maritimen Meile sind, absolut sehenswert. Gut kann man auch von hier aus über die Lesum- und Wümmedeiche mit dem Rad zurück nach Bremen radeln (Strecke ca. 25 Kilometer).

Vegesack - Yacht an der Pier der Lürssen-Werft - Bremen sehenswert

Luxus-Yacht an der Pier von Lürssen

Während des Wartens auf die Weiterfahrt an Deck neben dem Fährbetrieb, der eine wichtige Verbindung zwischen Vegesack und dem niedersächsischen Lemwerder ist, mag manch einer oder auch eine den Blick eben dorthin neben den Anleger schweifen lassen. Die Hallen der dortigen Werft Abeking & Rasmussen sind verschlossen wie eine Auster, wenn hinter den Wänden an Neubauten gearbeitet wird, aber die müssen irgendwann das Licht der Welt erblicken und liegen dann am werfteigenen Kai und sind mitunter schwimmende Nobelherbergen für Superreiche dieser Welt. Von wegen Provinz ... Das trifft auch auf die Lürssen-Werft zu, die in Vegesack einen Produktionsstandort auf dem ehemaligen Vulkan-Gelände hat. Dass auf einem Teil der Werften ringsherum aber nicht nur Schiffbau für zivile Zwecke stattfindet, stößt allerdings so manchem übel auf, schließlich ist Deutschland immer noch einer der weltweit größten Waffenexporteure und Marineschiffe gehören eben dazu.

Restaurant Weserblick an der Fähre Berne - Farge - Bremen sehenswert

Der Name ist Programm: Restaurant "Weserblick" an der Fähre Berne - Farge

 

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Weitere Informationen

www.hal-oever.de

www.focke-museum.de

www.an-der-moorlosen-kirche.de

www.denkort-bunker-valentin.de

www.u-boot-wilhelm-bauer.de

www.strandhalle-harriersand.de

 

Bremerhaven allgemein

Erst 1827 wurde Bremerhaven gegründet. Um angesichts der drohenden Versandung der Weser, der Lebensader Bremens, seine Bedeutung als Hafenstadt zu sichern, erwarb Bremen 1827 unter dem damaligen Bürgermeister Johann Smidt an der Wesermündung für 74.000 Taler 342 Morgen Land vom Königreich Hannover. Etwa 60 km flussabwärts von Bremen entfernt entstand dort bis 1830 der erste von Bremen so dringend benötigte Seehafen, der sogenannte Alte Hafen.
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Bremerhaven - Bremen sehenswert

 

Schlachte

Vom Baubeginn 1993 bis zur feierlichen Eröffnung am 27. Mai 2000 entstand zwischen der Wilhelm-Kaisen- und der Stephanibrücke für umgerechnet über 20 Millionen Euro, größtenteils aus EU-Töpfen, mit 60 Bäumen und viel Granit eine Flaniermeile mit Boulevard, Schiffsanlegern und zahlreichen Gastronomiebetrieben, die für jeden Gaumen etwas zu bieten haben.
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Schlachte - Bremen sehenswert

 

Stephaniviertel

Das Stephaniviertel bildet den westlichen Abschluss der Altstadt und Keimzelle Bremens und gehört damit zu den ältesten Vierteln der Stadt. Bereits 1050 gründete Erzbischof Adalbert I. eine Priorei zu Ehren des Heiligen Stephan. Die auf einer Düne gelegene Priorei wurde in der deutschen Übersetzung Steffensberg (mons sancti Stephani) genannt. Adalberts erzbischöfliche Nachfolger richteten eine Pfarrei ein und ließen eine erste Kirche in dem dann auch Steffensstadt genannten Stephaniviertel bauen.
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Stephaniviertel Loriot-Sofa - Bremen sehenswert

 

Überseestadt

Als der Überseehafen hätte saniert werden müssen, entschloss man sich 1991 in der Hansestadt, das Becken einfach zu schließen. 1998 wurde der Überseehafen schließlich mit Sand verfüllt, der bei Ausbaggerungsarbeiten in der Außenweser anfiel. Zusammen mit dem ebenfalls stillgelegten, aber als Hafenbecken noch vorhandenen Europahafen war dies die Basis für die konzeptionelle Entwicklung und Entstehung der heutigen Überseestadt.
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Überseestadt - Bremen sehenswert

 

Durch Woltmershausen zum Lankenauer Höft

Eine richtig maritime Radtour führt von der Stephanibrücke durch den Hohentorshafen und durch Woltmershausen bis zum fast gänzlich von Wasser umgebenen Lankenauer Höft. Hinter dem Höft liegen einige Schiffe wie der 1957 gebaute Schlepper Greif in einem nicht abgesperrten Teil des Hafens. Mit diesem Blick auf den Hafen endet diese Tour.
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Woltmershausen - Lankenauer Höft - Bremen sehenswert

 

Focke-Museum

Jede Stadt hat ihre Geschichte und in vielen Städten gibt es ein Museum, in dem eben diese erzählt wird. In der Hansestadt ist es das Focke-Museum im Ortsteil Riensberg, in dem die Stadthistorie am anschaulichsten präsentiert wird. Das „Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte“ entstand 1924 durch die Zusammenlegung zweier Sammlungen, dem 1884 gegründeten Gewerbemuseum und dem sechs Jahre später gegründeten „Historischen Museum für bremische Altertümer“, dessen bereits 1922 gestorbener Gründer auch zum Namensgeber des heutigen Museums wurde.
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Focke-Museum - Bremen sehenswert

 

Vegesack

Schulschiff, Speicher, Museumshafen, Utkiek mit Walkiefer und mehr sind Teil der Maritimen Meile Vegesacks, die sich über etwas mehr eine Seemeile mit rund 1,8 Kilometern bis zum ehemaligen Gelände der 1996 in Insolvenz gegangenen Werft „Bremer Vulkan“ erstreckt. Dazu gehört auch der Stadtgarten, der sich fast vom Fähranleger bis zum ehemaligen „Vulkan“ zieht.
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Vegesack - Bremen sehenswert

 

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