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Überseestadt - Flaniermeile am Europahafen - Bremen sehenswert

Flanieren am Europahafen, hier trifft moderne Architektur auf alte Speicher

Im Hinblick auf die Flaniermeile ist Meile durchaus wörtlich zu nehmen, denn man kann direkt am Wasser am Schuppen Eins noch sehr viel weiter laufen oder mit dem Fahrrad fahren. Vor allem ab der Hafeneinfahrt, wenn man an die Weser kommt, zeigt sich ein weiterer Teil des Entwicklungskonzeptes deutlicher, nämlich die Mischung aus Arbeiten und Wohnen. Die Überseestadt soll keine nächtliche Geisterstadt sein. Industriebetriebe, Schiffs- und LKW-Verkehr, Bürogebäude, Wohnhäuser und mittendrin der leicht hügelig angelegte Überseepark mit einer von Grün eingefassten, in Street- und Bowl-Anlage unterteilten Skateranlage - das ist eine Mischung, die interessant ist, aber von allen Beteiligten auch ein gewisses Maß der gegenseitigen Akzeptanz oder zumindest Toleranz verlangt.

Überseestadt - umgebauter Speicher am Europahafen - Bremen sehenswert

Umgebauter Speicher in zweiter Reihe am Europahafen

Am Ende der Meile markiert ein charakteristischer Leuchtturm, der auch Mäuseturm genannte Molenturm, die Einfahrt zum Wendebecken und zum Getreidehafen. An der diesseitigen Uferseite des Wendebeckens ist in rund einjähriger Bauzeit für 9,8 Mio Euro der „Waller Sand“ entstanden, ein künstlich aufgeschütteter Strand mit etwa 170.000 Kubikmetern und einer stellenweise 10 Meter dicken Schicht Sand, statt der vorherigen weitflächigen Befestigung aus Stein, abgesehen von einem schmalen Streifen direkt an der Wasserkante.

Überseestadt - Waller Sand - Bremen sehenswert

Kann zwar nicht mit der Küste konkurrieren, trotzdem eine schöne Idee: der "Waller Sand"

Das Areal wurde nicht nur aufgeschüttet, sondern als hügelige Dünenlandschaft mit Wegen mit Holzbelag, festen Schirmchen und einigen wenigen robusten Sonnenliegen angelegt. Entsprechende Vegetation soll einen großflächigen Sandabtrag durch Wind vermindern. Bei der Gestaltung der Anlage und der Uferzone behielt man primär den Hochwasserschutz im Blick. Das Baden an dieser Stelle ist allerdings auch seit Fertigstellung und Eröffnung des Strandbereichs am 15. Mai 2019 nach wie vor verboten, da durch den Schiffsverkehr die Gefahr für Leib und Leben viel zu groß ist.

Überseestadt - Molenturm - Bremen sehenswert

Etwas klein und unscheinbar wirkt der Molenturm angesichts der riesigen denkmalgeschützten Getreideverkehrsanlagen im Hintergrund. Der Turm ist nicht nur bei Ausflüglern beliebt, sondern auch bei Anglern.

Blickt man vom Molenturm zum anderen Ufer hinüber, sieht man dort neben den Anlagen zum Löschen der Schiffsfracht den Veranstaltungsort PIER 2 und das Einkaufszentrum Waterfront im Ortsteil Häfen der zum Stadtteil Mitte gehört. Bis 1983 sah es dort noch deutlich anders aus, dann wurden auf der Werft AG Weser, im Volksmund auch Use Akschen genannt, trotz aller Rettungsversuche nach 140 Jahren und rund 1400 Schiffsneubauten endgültig die Werkstore geschlossen.

Überseestadt - Schiffsmodell des Kleinen Kreuzers Bremen auf der AG Weser 1903 vom Stapel gelaufen - Bremen sehenswert

Auch auf der AG Weser wurden Kriegsschiffe für die Marine gebaut, wie der Kleine Kreuzer Bremen, der 1903 vom Stapel lief. Das Typschiff von insgesamt sieben Schiffen der Bremen-Klasse sank nach Minentreffern am 17. Dezember 1915 in der Ostsee und riss 250 Besatzungsmitglieder in den Tod. Das Modell steht im Focke-Museum.

Zur Zeit des Tanker-Booms in den ‘70er Jahren liefen von der Werft sogar Supertanker etwa für den griechische Großreeder Colocotronis vom Helgen. Von der Werft sind heute nur noch ein 1905 errichtetes Verwaltungsgebäude, ein schlichter Backsteinbau, sowie ein weiteres angrenzendes Gebäude aus dem Jahr 1930 übrig geblieben. Beide Bauten stehen seit 2006 unter Denkmalschutz.

Überseestadt - Kräne zum Löschen von Massengut - Bremen sehenswert

Kräne zum Löschen von Massengut im Getreidehafen

Wer die Überseestadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen möchte, kann die Tram Linie 3 nutzen, die am Europahafen vorbei fährt oder den Bus Linie 20, der in der Überseestadt eine Runde dreht. Seit April 2019 verbindet die Tram Linie 5 von Montag bis Samstag den vorderen Teil der Überseestadt ohne Umsteigen mit dem Hauptbahnhof. Infos unter www.bsag.de. Dennoch müssen sich alle Beteiligten die Frage gefallen lassen, warum man einen ganzen Stadtteil mit Arbeits- und Wohnquartieren mit immerhin 300 Hektar Fläche entwickelt, ohne gleichzeitig für eine adäquate Anbindung an den ÖPNV zu sorgen. Stattdessen ist man plötzlich erstaunt über den starken Anstieg des motorisierten Individualverkehrs gerade zu Stoßzeiten.

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Manchmal muss es auch schweres Gerät sein ...

 

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Durch Walle in die Industriehäfen

Die Geschichte Walles begann wie die manch anderer Stadtteile in Bremen vor langer Zeit und als eigenständiges Dorf, genau genommen zu Beginn sogar nur als Sitz der Ministerialfamilie von Walle. Die erste Nennung des alten Dorfes geht auf das Jahr 1139 zurück. Aus der Familie gingen Bauern wie Bürgern hervor. Und so wuchs mit der Ansiedlung weiterer Menschen der Familiensitz zu einem Dorf rund um das Gut. Eingemeindet wurde Walle in die Hansestadt in mehreren Schritten erst zwischen 1885 und 1902.
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Walle - Bremen sehenswert

 

Durch Woltmershausen zum Lankenauer Höft

Eine richtig maritime Radtour führt von der Stephanibrücke durch den Hohentorshafen und durch Woltmershausen bis zum fast gänzlich von Wasser umgebenen Lankenauer Höft. Hinter dem Höft liegen einige Schiffe wie der 1957 gebaute Schlepper Greif in einem nicht abgesperrten Teil des Hafens. Mit diesem Blick auf den Hafen endet diese Tour.
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Woltmershausen - Bremen sehenswert

 

Weserfahrt Bremen - Bremerhaven

Natürlich kann man für einen Besuch Bremerhavens von Bremen aus das Auto nehmen oder man steigt am Hauptbahnhof in den Regionalzug. Aber bei entsprechendem Wetter und der nötigen Zeit ist es interessanter, die Strecke auf der Weser zurückzulegen. Hal över bedient die Verbindung von Mai bis September. Das Schiff startet ab dem innenstadtnahen Martinianleger an der Schlachte.
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Mit dem Schiff von Bremen nach Bremerhaven - Bremen sehenswert

 

Radfahren in Bremen & Umgebung

Bremen ist eine der fahrradfreundlichsten Städte Europas. Das liegt zum einen an den allgemein angenehmen Fahreigenschaften im Norddeutschen Tiefland ohne nennenswerte Anstiege und Gefälle und zum anderen unter anderem an der Förderung des Radverkehrs durch die städtische Politik, auch um den innerstädtischen Autoverkehr und die damit verbundene teilweise grenzüberschreitende Luftbelastung durch Feinstaub und Stickoxide zu reduzieren.
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Radfahren in Bremen und Umgebung - Bremen sehenswert

 

Ein Streifzug durch die Neustadt

Richtig angelegt wurde die Alte Neustadt als heutiger Teil des Stadtteils erst im 17. Jahrhundert. Anlass für die planmäßige Stadtvergrößerung war auch das steigende Bedrohungspotential durch die Fortentwicklung der Angriffswaffen. Reste der damals angelegten Wallanlagen sind bis heute als Parks vorhanden, aber es gibt weit mehr zu entdecken, wie den Kleinen Roland.
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Neustadt - Bremen sehenswert

 

Focke-Museum

Jede Stadt hat ihre Geschichte und in vielen Städten gibt es ein Museum, in dem eben diese erzählt wird. In der Hansestadt ist es das Focke-Museum im Ortsteil Riensberg, in dem die Stadthistorie am anschaulichsten präsentiert wird. Das „Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte“ entstand 1924 durch die Zusammenlegung zweier Sammlungen, dem 1884 gegründeten Gewerbemuseum und dem sechs Jahre später gegründeten „Historischen Museum für bremische Altertümer“, dessen bereits 1922 gestorbener Gründer auch zum Namensgeber des heutigen Museums wurde.
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Focke-Museum - Bremen sehenswert

 

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