

Reisetipps für weiter entfernt gelegene Ziele von der Hansestadt Bremen
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Heiliggeistkirche in der Großen Straße
In vielen Kirchen an den Küsten hängen sogenannte Votivschiffe, so auch z. B. in der 1386 errichteten Heiliggeistkirche in der Großen Straße nicht weit von der St. Marien-Kirche entfernt. Die manchmal mehr und manchmal aber auch weniger detailgetreuen Modelle existierender großer Segelschiffe hatten unterschiedliche Bedeutungen, einerseits wurden sie etwa als Dank für eine Rettung aus Seenot gestiftet oder um den Stifter eben genau davor zu bewahren, sie dienten aber auch repräsentativen Zwecken für die Berufsstände, die mit der Schifffahrt ihren Lebensunterhalt verdienten.

Wenige Meter neben der Heiliggeistkirche: Nicht nur im Börsenkeller, auch im rechts angrenzenden Neptun-Hof finden Menschen mit Appetit eine Auswahl
Schlendert man weiter die sich anschließende Große Straße und weitergehend die Straße Holm hinunter, dann findet man eine ausgewogene Mischung aus Einzelhändlern und Filialen bekannter Ketten. Kitsch und Kunst, Hochwertiges und Tand, große und kleine Dinge zum Anziehen, Hinstellen, Aufessen usw..

Fensterdeko des Shops "Stadtmatrosen Flensburg" in der Großen Straße
Wer beim Bummeln nicht nur den breiten Hauptweg mit Shops, Cafés und Restaurants im Blick hat, sondern etwas genauer hinschaut, entdeckt hinter schmalen Zugängen einige historische Höfe. Darunter sind auch besonders sehenswerte, wie (laut Hinweisschild) ein „Historischer ALTER KAUFMANNSHOF Am Museumshafen“ zwischen Norderstraße und - genau - Museumshafen.

Historischer Kaufmannshof zwischen Norderstraße und Museumshafen
Genutzt wurden die Höfe vor allem von Kaufleuten, die über die Ostsee Handel betrieben. Wohnstätte und Lagerhaus lagen in früheren Zeiten oft am selben Platz. Hier am historischen Hafen von Flensburg waren die Wege kurz. Per Pferdefuhrwerk, mit Handkarren oder auf dem Rücken hart arbeitender Männer wurden die Fertigwaren oder Rohstoffe vom Schiff in den Hof geliefert oder sie verließen ihn ebenso. Gelagert wurde in oft dreigeschossigen Lagerhäusern. Auch wenn die Seilwinden / Flaschenzüge verschwunden sind, erkennt man bis heute an der Architektur, wo die kostbaren Güter hinter sicheren Mauern verschwanden.
Spätestens am Übergang der Straßen Große Straße und Holm wird deutlich, dass sich in der Fördestadt die Kunst über den Kommerz erhebt - also zumindest räumlich. Und Atemlosigkeit hat nicht unbedingt etwas mit dem Gezeigten zu tun, denn Museumsberg ist wörtlich zu nehmen, wer zu Fuß hinaufsteigt, hat erstmal eine Anhöhe zu bewältigen.

Das Naturwissenschaftliche Museum auf dem Museumsberg bei Dunkelheit
Auf dem „Berg“ präsentiert sich die Stadt und weitergehend das ehemalige Herzogtum Schleswig mit zwei Häusern primär selbst (https://museen-flensburg.de). Dass das 1876 gegründete Museum eines der größten im nördlichsten Bundesland ist, verwundert eher nicht, aber die Institution kann neben kunst- und kulturgeschichtlichen Exponaten der Dauerausstellung mit einer Sammlung historischer Möbel und original erhaltenen Bauernstuben aufwarten. Mit 900 Objekten ist der Bestand nach eigenen Angaben einer der umfangreichsten in Deutschland.

Ältester Profan-Bau Flensburgs, erbaut um 1490
Am Ende der Straße Holm, am Südermarkt neben der Kirche Sankt Nikolai, finden Architektur-Interessierte den ältesten Profan-Bau Flensburgs. In dem ehemaligen Kaufmannshaus, das nach dem großen Stadtbrand von 1485 errichtet und um 1490 fertiggestellt wurde, versorgt heute eine Apotheke Bedürftige mit legalen Produkten aus dem medizinischen Giftschrank und anderen Produkten. Ob der Ochsenhändler Jens Lorup die 1998 freigelegte und danach restaurierte Ausmalung in der Kaufmannsdiele in Auftrag gegeben hatte oder nachfolgende Bewohnende, scheint offen.

Oft fotografiertes Motiv in der Roten Straße
Offen ist grundsätzlich auch die „Rote Straße“ (https://rotestrasse.de) einige Meter weiter und durch diese Straße sollten Stadtbesuchende durchaus unbedingt schlendern, schauen und - geht es nach dem Interesse der Anbietenden in Handel und Gastro - natürlich auch kaufen und konsumieren. Einladend wirkt die Straße unbedingt, ob das Angebot für den eigenen Geschmack passt, muss jede/r natürlich für sich selbst entscheiden.

Historischer Hinterhof an der Roten Straße mit Kunsthandwerk und Gastronomie
Die älteste Straße Flensburgs ist sie und Teil des historischen Ochsenwegs auf dem früher Rinderherden von Dänemark nach Flensburg getrieben wurden. Für das Vieh ist das sicherlich nicht gut ausgegangen, für die Radelnden auf dem heutigen gleichnamigen Radweg hoffentlich doch deutlich besser.

Objekte aus Glas in einer Auslage
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Weinhundert - Store & Bar in der Roten Straße

... nur das rote Tor steht nicht mehr

Geschmackvolles Angebot

Hof mit gastronomischem Angebot

Eingang zum Neptun-Hof am Nordermarkt

Oluf-Samson-Gang zwischen Norderstraße und Museumshafen

Historisches Gebäude aus dem 18. Jahrhundert gegenüber der St. Marien-Kirche

Fenster

An der Museumswerft

Blick vom Kapitänsviertel auf den historischen Hafen bei Nacht

Seebrücke in Glücksburg

Marina in Glücksburg